24 Stunden Segeln

Grundgedanke der Wettfahrt

Innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit ist von der Startlinie aus eine möglichst große Anzahl von Seemeilen zu segeln und innerhalb der vorgeschriebenen Zeit zum Ziel zurückzukehren. Als Bahnmarken gelten alle Häfen, die in der Hafentabelle aufgeführt sind. Gewertet wird immer nur der direkte Abstand zwischen den Häfen laut Distanztabelle. Die Häfen dürfen in beliebiger Reihenfolge angelaufen werden, jeder Hafen jedoch höchstens zweimal.

Verantwortlichkeit

Alle Teilnehmer segeln auf eigene Gefahr und in eigener Verantwortung. Verantwortlich für die Sicherheit an Bord, die Eignung des Bootes sowie für die Einhaltung aller geltenden Bestimmungen für das Befahren öffentlicher Gewässer ist der Schiffsführer / die Schiffsführerin. Es darf nicht mit dem Eingreifen der Wettfahrtleitung gerechnet werden, um z.B. die Wettfahrt wegen Schlechtwetter abzubrechen.
Eine Meldung als Skipper / Skipperin unter 18 Jahren ist möglich, wenn die Eltern zusätzlich auf der Anmeldung erklären, dass Ihr Kind als Skipper / Skipperin die nötigen Befähigungen hat und sie mit unterschreiben, dass er/sie sich unter den Bedingungen der Segelanweisung und der Haftungsausschlusserklärung an der Regatta beteiligen kann

Sicherheit

Jede Mannschaft muss mindestens aus zwei Personen mit ausreichender Segelerfahrung bestehen. Der Schiffsführer / die Schiffsführerin muss die dem Revier entsprechende Qualifikation besitzen.

Die Boote müssen seetüchtig sein. Notsignale sowie für jedes Besatzungsmitglied eine Schwimmweste müssen an Bord vorhanden sein.

Es wird auf die Sicherheitsbestimmungen und Sorgfaltsregeln des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie hingewiesen.

Die Wettfahrtleitung kann stichprobenartige Prüfungen der Boote vornehmen. Sollte sie berechtigte Zweifel an der Eignung von Besatzung, Boot oder Ausrüstung haben, so kann sie die Starterlaubnis zurückziehen.

Gemeldete Boote, die nicht starten oder während des 24-Stunden-Segelns aufgeben, müssen die Wettfahrtleitung hiervon sobald wie möglich unterrichten.

Regeln

Es gelten die Kollisionsverhütungsregeln und auf deutschen Schifffahrtsstrassen die Seeschifffahrtsstraßenordnung. Gesegelt wird nach den gültigen Wettfahrtregeln der World Sailing Federation (früher ISAF).

Ein Boot, das eine Strafdrehung nach WR 44 ausgeführt hat (7200-Drehung), muss dies innerhalb der Protestfrist schriftlich im Wettfahrtbüro melden. Nicht gemeldete Strafen gelten als nicht gemacht.

Flaggen- und Lichterführung

Zur Kennzeichnung der Teilnehmer hat jedes Boot während der Wettfahrt die Signalflagge N im Achterstag oder Achterliek des Großsegels zu führen. Die Nationale wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gefahren. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sind die vorgeschriebenen Lichter zu führen.

Boote ohne Segelzeichen müssen zur Identifizierung zusätzlich einen mit der Regattaleitung vereinbarten Zahlenwimpel des int. Flaggenalphabetes führen.

Wettfahrtbüro

Die Skipperbesprechung findet im MSK-Vereinsheim statt. Hier gibt es alle notwendigen Unterlagen und die T-Shirts. Die Auswertung und Proteste finden im WSV -Vereinsheim statt.

Gruppeneinteilung

Die Gruppeneinteilung erfolgt nach der Yardstickzahl unter Berücksichtigung des Schiffstyps (Langkieler, Kurzkieler, Motorsegler, Mehrrumpfboote). Maßgebend ist die Yardstickliste des DSV für das aktuelle Jahr. Yachten ohne DSV-Yardstickwert werden mit einer von der Wettfahrtleitung geschätzten Yardstickzahl eingeteilt. Einheitsklassen segeln als eigene Gruppe, wenn fünf oder mehr Meldungen einer Klasse vorliegen.

Nur Boote mit DSV-Yardstickzahl können auch FördeCup-Punkte erwerben.

Start

 

Der Start ist am Freitag, 29. Juni 2018 vor dem Yachthafen Möltenort. Die Startlinie wird gebildet durch den Startmast auf der Hafenmole und einer ausgelegten gelben Boje Der Start erfolgt in nördlicher Richtung. Vor dem Start muss jede Yacht im Abstand von höchstens drei Bootslängen am Startmast vorbeisegeln, um ihre endgültige Teilnahme feststellen zu lassen. Der planmäßige Start erfolgt um 20:00 Uhr in folgender Weise:

          10 Minuten vorher:   Ankündigungssignal (Schuss)
5 Minuten vorher:   Vorbereitungssignal (Flagge P hoch und Schuss)
1 Minute vorher:    Akustisches Signal (Horn oder Pfeife)
     Start:                  Flagge P nieder und Schuss

Bei Frühstart wird die Signalflagge X gesetzt, die betroffenen Boote müssen sich freisegeln, außen herum hinter die Startlinie segeln und noch einmal über die Startlinie.

Die Wettfahrtleitung hat das Recht, bei extremen Wetterverhältnissen eine Startver­schiebung vorzunehmen. Am Startmast wird dann der rot-weiß gestreifte Antwortwimpel gesetzt und die Verschiebung in geeigneter Weise auf dem Wasser und an Land bekannt gemacht. Eine Startverschiebung ändert nichts am Endzeitpunkt der Wettfahrt.

Ziel

Der Zieleinlauf ist am Sonnabend, 30. Juni 2018 vor dem Yachthafen Mönkeberg . Die Ziellinie wird gebildet durch den Mast auf der Hafenmole und einer ausgelegten Boje, Zielein­lauf von Norden her.
Zieldurchgänge zwischen 18:00 Uhr und 20:30 Uhr werden gewertet. Während der Wertung wird die Signalflagge
N am Signalmast des Ziels angezeigt. In dieser Zeit darf die Startlinie nicht von Süden her gekreuzt werden und von Norden her nur einmal zum Zweck des Zieldurchgangs. Boote, die durch das Ziel gehen wollen, dürfen nicht behindert werden.

Logbuchführung

Nach jedem Einlaufen in einen Hafen ist im Logbuchblatt eine Eintragung mit Uhrzeit zu machen. In die Logbuchblätter sind ferner Angaben über wichtige Vorgänge an Bord einzutragen, wie z.B. über Segelführung, Ein- und Ausschalten der Signallaternen, Motorbenutzung, ggfs. Grundberührung, Havarie, Schleppen oder geschleppt werden usw. Ferner sollen Posi­tionsangaben erfolgen, etwa beim Passieren markanter Wegepunkte. Bei Begegnungen mit anderen Booten sind deren Positionen und geschätzte Kurse sowie die Uhrzeit einzutragen.
Die ausgefüllten Logbuchblätter sind unmittelbar nach dem Zieldurchgang im Wettfahrtbüro abzugeben. Bis spätestens 30 Minuten nach Schließen des Zieleinlaufs müssen die Logbuchblätter im Wettfahrtbüro zur Auswertung zur Verfügung stehen. Auch wenn die Wettfahrt aufgegeben wurde, sollte der Zeitpunkt der Aufgabe und die ungefähre Position eingetragen und das Logbuchblatt abgegeben werden.

Hafennachweise (Achtung: Neue Regelung)

Nach jedem Einlaufen in einen Hafen ist durch ein Besatzungsmitglied der ausgefüllte Hafennachweis (Postkarte) in den entsprechenden Briefkasten zu werfen. Für die deutschen Häfen sind die Postkarten  mit zu 0,45 € frankieren. Für Dänemark sind die Postkarten mit dem aktuellen dänischen Porto zu versehen. Briefmarken gibt es im Wettfahrtbüro.

Ausnahmen: Die Häfen Sonderburg, Mommark, Søby, Lohals und Fynshav sowie Damp, Eckernförde, Heiligenhafen, Lippe, Schleimünde. Hier müssen die Postkarten frankiert in die Behelfsbriefkästen (siehe Hafenpläne) eingeworfen werden.

In Wendtorf, Möltenort und Mönkeberg ist eine Frankierung nicht nötig.

 

WhatsApp

Exakt wie bei der Postkartenlösung ist dabei der Briefkasten aufzusuchen und vor diesem sind 2 WhatsApp's an die Regattaleitung abzuschicken, die eine mit dem Bild des Briefkastens und eine zweite mit der Postkasten-Position (Geodaten).

Im Text ist der Hafen und der Schiffsname zu nennen.

Bei der Abgabe der Positionsmeldung sollte die Genauigkeit der Positionsmeldung kleiner 5m betragen.

Bei der Anmeldung im Wettfahrtbüro muss die Kennung und Handynummer des Telefons, das für das Schiff die Meldung abgibt, mitgeteilt werden.

Bitte selber darauf achten, dass für dieses Handy eine Lademöglichkeit unterwegs besteht. (12V USB-Adapter oder normales 230V Ladegerät und 12V / 230V Konverter oder ein USB-Powerpack).

Die Handy-Nr. der Regattaleitung wird bei der Skipperbesprechung bekannt gegeben.

Näheres siehe Segelanweisungs-Heft.

 

Hafenpläne

Hafenpläne mit der Lage der Briefkästen finden Sie in der Hafentabelle 3. Spalte.

Motorbenutzung (Achtung: Neue Regelung)

Motorbenutzung ist während der Wettfahrt nicht gestattet. Der Motor darf nur zum Anlaufen der Häfen innerhalb der angegebenen Grenzen eingesetzt werden. Die Grenzlinien sind zwingend zu überfahren.

Hafentabelle mit den Grenzen für die Motorbenutzung

Die Grenzen der Motorbenutzung wurden neu festgelegt und sind in den Hafenplänen blau gestrichelt (----)markiert. Einlaufend muss die Linie übersegelt sein, bevor der Motor gestartet wird. Auslaufend darf ab hier nicht mehr motort werden.




Hafentabelle

    Nr. Hafen Grenze für die Motorbenutzung Hafenpläne
1 Mönkeberg Verlängerung Linie Juliusturm zum Molenkopf
Hafenplan Mönkeberg
2 Möltenort Linie NE-Molenkopf zur gelben Regattatonne neben der Mole
Hafenplan Möltenort
3 Laboe Peillinie 270 º vom Leuchtfeuer Hafenmole und Peillinie 0 º Molenfeuer W-Mole BalticBay jeweils bis zum Kreuzungspunkt
Hafenplan Laboe
4 Wendtorf Ansteuerungstonne querab
Hafenplan Wendtorf
5 Strande Linie Leuchtfeuer Schilkseeer Mole zum Molenkopf S-Mole Yachthafen Strande Hafenplan Strande
6 Eckernförde (Stadthafen) Linie gebildet durch die Verlängerung der S-Mole nach Nordost Hafenplan Eckernförde
7 Damp 200 m vor Molenköpfen Hafenplan Damp
8 Schleimünde Verbindungslinien vom N-Molenkopf zur Seegatt-Tonne 1 (gn) zur Seegatt-Tnonne 2 (rt) zum S-Molenkopf
Hafenplan SchleimüLinie vom S-Molenkopf in Richtung 270 º
9 Sonderburg (Yachthafen)   Hafenplan Sonderburg
10 Mommark 200 m vom 1 Fahrwasser-Tonnenpaar
Hafenplan Mommark
11 Fynshav Verbindungslinie S-Molenkopf Fährhafen zum S-Molenkopf Yachthafen
Hafenplan Fynshav
12 Søby 200 m vor Molenköpfen Hafenplan Søby
13 Marstal Feuerlinie zwischen 1. und 2. Tonnenpaar
Hafenplan Marstal
14 Bagenkop Verbindungslinie zwischen den Molenköpfen Aussenhafen
Hafenplan Bagenkop
15 Spodsbjerg Von S-Aussenmolenkopf in Richtung 270º
Hafenplan Spodsbjerg
16 Lohals Linie 270º vom Molenkopf der N-Mole
Hafenplan Lohals
17 Burgtiefe oder Burgstaaken Linie zwischen FW-Tonnen Burg1 und Burg3
Hafenplan Burg/Fehmarn
18 Heiligenhafen (Yachthafen) Linie1: Tonne Heiligenhafen1 zum LF Heiligenhafen (weisser Sektor), oder FW-Linie bis Tonne 3
Hafenplan Heiligenhafen
19 Lippe 200 m vor Ansteuerungstonne Hafenplan Lippe
         

 

Die für die Wertung gültigen Entfernungen zwischen den Häfen entnehmen Sie bitte der Distanztabelle. Häfen, die nicht in dieser Tabelle aufgeführt sind, werden nicht zur Wertung herangezogen. Das Gebiet zwischen Søby, Marstal und Lohals und der Svendborgsund dürfen nicht befahren werden. Ferner dürfen alle Sperrgebiete nicht befahren werden. Die Warngebiete Todendorf und Putlos, in denen am Wochenende nicht geschossen wird, dürfen durchfahren werden.

Wertung

Für die Wertung spielen nur das Etmal und die berechneten Meilen eine Rolle.

Das Etmal ist in der Seefahrt die in 24 Stunden tatsächlich zurückgelegte Distanz. Hier wird das Etmal ET bei rechtzeitiger Rückkehr (bis 20:30 Uhr) mit den gesegelten Meilen GM nach der Distanztabelle gleichgesetzt:

ET = GM                                 (bei rechtzeitiger Rückkehr)

Bei einer Verspätung von V Minuten (höchstens 30 Minuten sind erlaubt) werden die über 24 Stunden hinaus zusätzlich gesegelten Meilen gegenüber den nach der Distanztabelle ermittelten Meilen GM nach folgender Formel verringert:

ET = GM mal (0,9 – V/720)      (bei Verspätung um V Minuten)

Der Verspätungsabzug berechnet sich folgendermaßen: Als allgemeine Verspätungsstrafe werden 10% von den nach der Distanztabelle ermittelten Meilen GM abgezogen und nur 90% anerkannt. Ferner wird das Verhältnis der über 24 Stunden hinaus zusätzlich gesegelten V Minuten zu den regulär zur Verfügung stehenden 24 × 60 Minuten gebildet, also V/1440. Dieses Verhältnis wird verdoppelt, und die gesegelten Meilen GM werden entsprechend vermindert. Insgesamt werden somit die nach der Distanztabelle ermittelten Meilen mit dem Faktor 0,9 - 2V/1440 d.h. mit 0,9 – V/720 multipliziert:

Die berechneten Meilen BM ergeben sich aus dem Etmal ET dadurch, dass mit dem Faktor YZ/100 malgenommen wird, wobei YZ die Yardstickzahl des Bootes ist.:

BM = ET × YZ/100.

Proteste

Der Protestierende hat die Flagge Bravo zu setzen und seinem Protestgegner die Absicht, dass er gegen ihn Protest erheben will, so früh wie möglich mitzuteilen. Nach Beendigung der Wettfahrt hat er den Protest im Wettfahrtbüro in schriftlicher Form auf einem Protestformular (im Wettfahrtbüro erhältlich) einzureichen. Proteste werden bis 21 Uhr entgegen­genommen. Es ist Angelegenheit des Protestierenden, dafür Sorge zu tragen, dass der Protestgegner und evtl. Zeugen zur Verhandlung anwesend sind, die auch stattfindet, wenn der Protestgegner sein Erscheinen verweigert. Der Protest wird vom Schiedsgericht, dessen Zusammensetzung im Wettfahrtbüro aushängt, sofort verhandelt und entschieden. Protestentscheidungen sind nicht berufungsfähig. Protest-Ort ist das Wettfahrtbüro.

Preise

Gruppensieger werden die Boote, die innerhalb der Gruppe die meisten berechneten Meilen ersegelt haben. Pro angefangene fünf Teilnehmer einer Gruppe wird ein Siegerbecher mit Schiffsnamen und eingraviertem Etmal vergeben. Diese Preise werden einige Zeit nach der Wettfahrt den Vereinen der Sieger übergeben oder direkt zugestellt. Ferner werden zahlreiche Wanderpreise vergeben. Für einige der Wander­preise ist eine besondere Bewerbung erforderlich, die auf dem Logbuchblatt vermerkt werden muss.

Seglerfest und Siegerehrung

Während die Auswertung läuft, findet im WVM-Heim ein Hafenfest statt. Im Anschluss an die Auswertung der Wettfahrt und die Verhandlung etwaiger Proteste (etwa um 21.45 Uhr) ist die Siegerehrung. Danach kann man die Wettfahrt weiter ausklingen lassen.

Liegemöglichkeit in Mönkeberg

Jede teilnehmende Yacht kann kostenfrei in der Nacht vom 30. Juni zum 1.Juli 2018 im Yachthafen Mönkeberg liegen. Die Crew kann ausschlafen und am Sonntag geruhsam in den Heimathafen zurückkehren.

Wettfahrtergebnisse im Internet unter:

www.24h-segeln.de sowie
www.msk-segeln.de und
www.wvm-online.de wird das endgültige Wettfahrtergebnis nachzulesen sein.

24 Stunden - Segeln

eine Regattagemeinschaft von 

Wassersportvereinigung  Mönkeberg

Möltenorter               Segelkameradschaft

WVM Stander
MSK Stander
www.wvm-online.de

www.msk-segeln.de

Wettfahrtleitung

Roland Körner

Wettfahrttelefon:

nur vom 29.6.2018 18:00

       bis 30.6.2018 20:30

(+49) 0175-4417208

 

Kontaktadresse & Impressum

    • Kontakt: Koordinator 24-Stunden-Segeln:
    • Erik Volmar,  Tel +49(0)431-243236
  • Email:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Impressum  
Scroll to top